Fusionsvertrag liegt vor: Es wird ernst zwischen Aarau und Unterentfelden

AZ-Artikel von Nadja Rohner

Im Juni finden die ersten Abstimmungen statt.

Am 8. Juni gilt es ernst. Dann werden die Unterentfelder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung über die Fusion mit Aarau abstimmen. Voraussichtlich am 22. Juni entscheidet dann der Aarauer Einwohnerrat. Der Fusionsvertrag für das Projekt «Zäme wachse» liegt mittlerweile vor, wie die beiden beteiligten Gemeinden am Donnerstag mitteilten. Die kantonale Vorprüfung sei positiv ausgefallen und habe lediglich zu wenigen kleinen Anpassungen geführt. Konkret: bei der Zusammensetzung der Steuerkommission und bei der Wahl der Kommissionen der Ortsbürgergemeinde. Das Detailkonzept sei ebenfalls entsprechend angepasst worden.

Selbst wenn Einwohnerrat und Gemeindeversammlung Ja sagen, muss der Fusionsvertrag in beiden Gemeinden zwingend noch an die Urne. Resultiert auch dort zweimal ein Ja, fusionieren die beiden Gemeinden per 1. Januar 2028. Aarau würde damit (wieder) zur grössten Gemeinde im Kanton. Aktuell ist das Baden, seit der Fusion mit Turgi hat die Stadt rund 24'000 Einwohner. Momentan zählt Aarau rund 23'000 Personen, Unterentfelden rund 4500.

Die fusionierte Stadt hiesse weiter «Aarau», der Name «Unterentfelden» bliebe als Ortschaftsname bestehen (auf den Strassenschildern stünde dann «Unterentfelden (Aarau)». Die bisherigen Strassennamen und Postleitzahlen würden behalten. Als Wappen und Siegel würde künftig offiziell das von Aarau verwendet, Unterentfelden könnte sein Wappen «ausserhalb der amtlichen Zwecke» weiter nutzen. Das bisherige Bürgerrecht Unterentfelden würde durch das Gemeinde- und Ortsbürgerrecht Aarau ersetzt.


Weiter
Weiter

Aus «Zukunft Unterentfelden» wird das Pro-Komitee für den Zusammenschluss: «zäme stärker»!