Fremde Sorgen um Unterentfelden

Leserinnenbrief von Lilian Däster im Landanzeiger vom 21.05.2026

Die Unterentfelder Stimmbevölkerung erfreut sich grosser Aufmerksamkeit seitens der Vereine. Es fällt auf, dass sich insbesondere Oberentfelder Sorgen um die Zukunft der Unterentfelder machen. Auch die kirchlichen Behörden aus Oberentfelden sind besorgt. Allseits wird befürchtet, dass die Unterentfelder unter die Räder kommen. Die virtuell vorhandenen, polemisierenden Plakate, die den gräuslichen Stadtadler beim Verschlingen unseres Entleins zeigen, zeugen nicht von grossem Geschmack. Aber das war wohl Absicht. Die Schmierereien mit «5036» an Schulhäusern müssen mit Geldern der Kreisschule entfernt werden. Dies natürlich alles im Interesse von Unterentfelden!

Welche Absichten stehen dahinter: Veränderungen verhindern?, die Übernahme der reformierten Kirchgemeinde durch die Oberentfelder Glaubensgenossen nicht gefährden? Zuwendungen von Sportvereinen, die von den politischen Gemeinden finanziell profitieren, nicht in Frage zu stellen?

Der Vorwand der «Identität» ist etwas durchsichtig. Man denke dabei auch an die Oberentfelder, die dem Referendum vom 13. Dezember 2020 nicht zugestimmt haben. Ehrverletzend ist der Vorwurf der «gegenseitigen Animositäten der beiden Gemeinderäte»! Diese nehmen ihre Kernaufgabe der strategischen Führung wahr! Dies unter grosser Berücksichtigung ihrer eigenen Bevölkerung, heute und in Zukunft.

Die Verantwortung der Unterentfelder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Versammlung vom 8. Juni ist gross. Sie sind engagiert, denken mit und nehmen ihre Verantwortung wahr. Nämlich: durch ein Ja der Unterentfelder Bevölkerung und den Aarauern den Weg zur entscheidenden Volksabstimmung zu ermöglichen.

Lilian Däster, Unterentfelden


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