Fakten statt Angst: Unterentfelden verliert keinen Einfluss

Replik von Patrick Herzog auf den Leserbrief im Landanzeiger vom 05.02.2026 von Heiner Stierli (Oberentfelden)

In letzter Zeit sind Stimmen zu hören, die davor warnen, dass Unterentfelden bei einem Zusammenschluss mit Aarau an Einfluss verlieren könnte. Diese Stimmen folgen dem typischen Muster einer Angstkampagne mit dem Ziel, die Bevölkerung zu verunsichern.

Als vermeintlicher Beleg dient ein Artikel in der Aargauerzeitung mit dem reisserischen Titel «Quartiere krass ungleich vertreten». Der Artikel moniert, dass Rohr in der aktuellen Legislatur nur mit einem Einwohnerrat im 50-köpfigen Einwohnerrat vertreten ist. Die Folgerung der Zusammenschluss-Gegner ist nun, dass es Unterentfelden gleich ergehen wird. Der Artikel erwähnt jedoch mit keiner Silbe, dass Nina Suma, notabene aus Rohr, das beste Resultat auf ihrer Liste erzielte und nur deshalb nicht in den Einwohnerrat einzog, weil sie gleichzeitig in den 7-köpfigen Stadtrat gewählt wurde.

Wenn man der Sache weiter auf den Grund geht, dann fällt zudem auf, dass 2025 auf den Listen der Parteien nur wenige Rohrerinnen und Rohrer auf den vorderen Listenplätzen zu finden waren. Wo dies der Fall war, wurden sie gewählt (z.B. Nina Suma, Thomas Richner) oder verpassten die Wahl sehr knapp (z.B. Piera Bradanini-Baur).

In der Amtsperiode 2022/2025 gab es 6 Einwohnerräte aus Rohr, 5 davon sind für die Wahlen 2025 nicht mehr angetreten. Das erklärt den Rückgang. Eine Abwahl eines Kandidierenden aus Rohr gab es nicht, weder 2017, 2021 oder 2025. Vielmehr scheint es, dass die aktuelle Untervertretung von Rohr eine Momentaufnahme ist und sich in 4 Jahren wieder ändern kann.

Des Weiteren lohnt sich ein Blick nach Turgi, welches am 1. Januar 2024 mit Baden fusionierte. Mit dem Zusammenschluss wurde der Einwohnerrat vorübergehend vergrössert und mit den Wahlen im Herbst 2025 wieder auf 50 Sitze reduziert. Auch nach der Reduktion sind weiterhin 7 Turgmerinnen und Turgemer im Einwohnerrat vertreten. Es wurde niemand aus dem neuen Stadtteil abgewählt und es finden sich in allen grösseren Parteien mindestens eine Person aus Turgi.

Unterentfelden ist seit vielen Jahren eine politisch engagierte Gemeinde, was sich unter anderem in einem überdurchschnittlichen Stimmenanteil bei Abstimmungen und Wahlen zeigt. Diese aktive und engagierte Bevölkerung ist der beste Garant für eine starke Vertretung in einem künftigen Aarauer Einwohnerrat – sollte der Zusammenschluss dann tatsächlich klappen.

Lassen wir uns durch Angstkampagnen nicht verunsichern!

Patrick Herzog


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Die FDP Unterentfelden sagt klar Ja zum Zusammenschluss mit Aarau

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