Für die Zukunft der Schüler
Leserinnenbrief von Lilian Däster in der AZ vom 16.05.2026
Schulen sind seit Jahren Veränderungen unterworfen. Stichworte sind: Bevölkerungszuwachs, höhere Anforderungen an Schulleitungen und Lehrerschaft, Volksentscheide (gelenkte Schulen) und Trends (Stichwort Inklusion). Die Gemeinden haben diesbezüglich wenig Einfluss. Bund und Kantone haben aber einen oft entscheidenden Einfluss.
Ein kleiner Spielraum besteht bei der Erstellung von Schulbauten, die insbesondere für Kindergärtler und Schüler der Unterstufe wichtig sind. Da Aarau und Buchs eine Kreisschule führen, die ebenfalls in einem Veränderungsprozess sind, legen der Gemeinderat Unterentfelden und der Stadtrat von Aarau einen Fusionsvertrag vor («Volksschule» 15.2.1) der den dauernden Veränderungen Rechnung trägt.
Die strategischen Verantwortlichen geben sich und der Bevölkerung so Zeit, bei Bedarf Strukturanpassungen sehr sorgfältig zu prüfen. Die Rücksichtnahme auf die Bevölkerung von Buchs und Oberentfelden wird dabei im Grundsatz ausdrücklich festgelegt. Dies ist Ausdruck eines partnerschaftlichen, lösungsorientierten Vorgehens betreffend eine Kernaufgabe für die Bevölkerung. Alles andere wäre nicht seriös. Dies betrifft auch die weiteren, zwingenden Dienstleistungen, die im Abschnitt «Kooperationen» des vorliegenden Fusionsvertrags festgehalten sind.
Die geneigte Leserschaft darf sich anhand des Ortsplanes selbst ein Bild machen, ob die Kreisschule Entfelden bis dato, was die Kleineren anbetrifft, einen guten Eindruck hinterlassen hat. Die beiden ehemaligen Kindergartenareale links und rechts der Hauptstrasse für die Quartiere Distelberg bis Neufeldstrasse und Boll bis Kirchweg liegen seit Jahren brach. Wo ist da die Gemeindeautonomie geblieben?
Lilian Däster, Gemeinderat und Vizeammann 2013 – 2025, Unterentfelden