Partnerschaft auf Augenhöhe

Leserbrief von Thomas Kretz in der AZ vom 10.09.2026

Politisches Engagement ist grundsätzlich zu begrüssen. Die Forderung nach einem Zusammenschluss von Ober- und Unterentfelden mag daher auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheinen. Doch seit der Genehmigung des Projektierungskredits im Juni 2024 hätten die Initianten genügend Zeit gehabt, sich konstruktiv in die Fusionsdiskussion einzubringen und Alternativen aufzuzeigen. Dass die Unterschriftensammlung seit drei Wochen läuft und bisher keinen durchschlagenden Erfolg zeigt, überrascht wenig: Die Unterentfelder Bevölkerung hat ihre Prioritäten gesetzt. Bereits an der Zukunftskonferenz sprach sich eine deutliche Mehrheit für den Weg nach Aarau aus. An der Informationsveranstaltung der Gemeinde Oberentfelden im April 2026 wurde zudem unmissverständlich klargemacht, dass man an der Selbständigkeit festhält. Eine Fusion mit Unterentfelden ist damit ausgeschlossen. Dies ist auch im Positionspapier «5036 höt & morn» dokumentiert. Bemerkenswert: Seit Bekanntwerden der Initiative ist das Positionspapier auf der Behördenwebseite von Oberentfelden nicht mehr abrufbar (im Originalwortlaut wieder zugänglich unter www.zäme-stärker.ch/fakten). Honni soit qui mal y pense!

Liebe Unterentfelderinnen und Unterentfelder: Der Schritt nach Aarau bedeutet Partnerschaft auf Augenhöhe. Die Zukunft wird gemeinsam definiert, statt an überholten Strukturen festzuhalten, die an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbeigehen. Deshalb lege ich ein klares JA zum Zusammenschluss von Unterentfelden mit Aarau ein!

Thomas Kretz, Unterentfelden


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