Ist der Adler so böse?
Leserbrief von Felix Aregger in der AZ vom 08.09.2026
In Unterentfelden wird versucht, Angst zu verbreiten: Der «böse Adler» (Aarau) soll das niedliche Entlein fressen. Doch ist der Adler so böse?
Der «Böse Adler», dessen Energieversorger Eniwa zu 95 % im Besitz von Aarau ist, liefert seit Jahren zuverlässig Strom, Wasser und Gas nach Unterentfelden. Neuerdings auch Glasfaseranschlüsse. Er reinigt unser Abwasser in der Telli und stellt uns seinen Schnellzugbahnhof zur Verfügung. Seine Stadtpolizei gewährleistet weitgehend unsere öffentliche Sicherheit, und der Aarauer Forstbetrieb bewirtschaftet den Unterentfeldner Wald. Zudem zahlt Aarau jährlich rund 9 Millionen Franken in den kantonalen Finanzausgleich. Der «Böse Adler» verfügt über ein demokratisches Stadtparlament, schliesst keine Schulen und löst keine Vereine auf.
Die vermeintlich unabhängige Gemeinde Unterentfelden musste hingegen kürzlich den Kindes- und Erwachsenenschutz nach Aarau ausgliedern. Das Betreibungsamt ist längst regionalisiert. Der Bauverwaltung fehlt es an Grösse und Fachpersonal, weshalb sie oft externe Berater braucht. Warum also das Spiel mit Emotionen und Ängsten? Für den Zusammenschluss liegt ein umfassendes, transparentes und sachliches Detailkonzept vor. Unterentfelden kauft hier nicht die Katze im Sack.
Könnte es sein, dass es den Gegnern schlicht an sachlichen Argumenten fehlt oder sie die Tatsachen nicht sehen wollen? Um in der Ornithologie zu bleiben: Vogel-Strauss-Politik bringt uns nicht weiter.
Felix Aregger, Unterentfelden