Unterentfelden ist kein exklusiver Club
Leserinnenbrief von Gabriele Gubler in der AZ vom 09.09.2026 (ungekürzte Fassung)
Welche Zusagen gelten auch noch in zehn oder zwanzig Jahren?
Dies ist eine Frage, die die Gegnerschaft von «zäme wachse» wiederholt stellt. Ein kleiner Kreis derzeit sehr aktiver Personen scheint genau zu wissen, wie Unterentfelden in Zukunft ohne Fusion aussehen wird. So wünscht sich ein Leserbriefschreiber einen Gemeinderat, der das Volkswohl in den Vordergrund stellt und nicht den Eigennutz gewisser Personen. Genau diese Verantwortung hat der Gemeinderat wahrgenommen: Er hat sich über mehrere Jahre seriös mit Zahlen, Fakten, Verträgen und Szenarien auseinandergesetzt.
Unterentfelden ist kein exklusiver Club für einige wenige. Es ist wie ein Haus, in dem wir alle wohnen. Wenn das Dach erneuert wird, profitieren nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner im obersten Stockwerk. Wenn die Heizung modernisiert wird, wird es für alle wärmer. Wenn die Fundamente gestärkt werden, steht das ganze Haus sicherer da.
Auch bei «zäme wachse» geht es nicht darum, wer kurzfristig am meisten profitiert, sondern ob wir auch langfristig genügend Handlungsspielraum haben, um das zu erhalten, was wir am Status quo schätzen: gute Schulen, vielfältige Vereine, einen ausgebauten öffentlichen Verkehr, sichere Strassen sowie Unterstützung für Familien und Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Welche Zusagen in zehn oder zwanzig Jahren noch gelten, kann niemand garantieren. Doch wer heute Verantwortung für die Zukunft übernehmen will, darf nicht darauf hoffen, dass morgen alles von selbst funktioniert. Deshalb: JA zu «zäme wachse».
Gabriele Gubler, Unterentfelden