16 Jahre danach: Meine positive Bilanz für Aarau Rohr

Leserinnenbrief von Barbara Minder im Landanzeiger vom 10.09.2026

Als Rohr vor über 20 Jahren über die Fusion mit Aarau diskutierte, waren die Sorgen ähnlich wie heute in Unterentfelden: Verlieren wir unsere Identität? Werden wir noch gehört? Als damalige Vize-Gemeindepräsidentin habe ich die Verhandlungen intensiv begleitet. Heute fällt meine Bilanz klar positiv aus.

In der aktuellen Debatte wird oft aufgezählt, was angeblich schlechter geworden sei. Doch was hat Rohr gewonnen? Eine Fusion verändert Strukturen und Traditionen – wer das abstreitet, ist nicht ehrlich. Ebenso ehrlich muss man aber sagen, dass Rohr heute von Vorteilen profitiert, die wir alleine nicht bieten könnten. Als Teil von Aarau verfügen wir über eine professionelle Verwaltung, eine starke Infrastruktur, ein breites Kulturangebot und mehr Gewicht auf kantonaler Ebene. Komplexere Aufgaben bei Schule, Digitalisierung oder Umwelt lassen sich effizienter lösen.

Natürlich gibt es auch heute Themen, die in Rohr besonders diskutiert werden, doch solche Herausforderungen gäbe es auch ohne Fusion. Das gehört zu einer Gemeinschaft. Die Rohrerinnen und Rohrer gingen damals mit gesundem Selbstbewusstsein in die Verhandlungen. Eine Fusion bedeutet nicht, die eigene Identität aufzugeben, sondern die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Die Entscheidung war damals ein Schritt für die nächste Generation und gegen die Nostalgie. Die Frage lautet nicht, ob früher alles besser war, sondern wie wir morgen handlungsfähig bleiben. «Zäme stärker» war aus meiner Sicht für Rohr kein blosser Slogan es wurde Realität.

Barbara Minder, Vorstandsmitglied Pro Aarau, Aarau Rohr


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Den kommenden Generationen verpflichtet

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Ein Zusammenschluss mit vielen Vorteilen