Was passiert bei einem Nein?
Leserbrief von Beat Hux in der AZ vom 10.09.2026
Wer ablehnt, stimmt nicht für den Status quo – sondern für eine ungewisse und unsichere Zukunft, in der Unterentfelden viele Probleme allein lösen muss. Finanziell wird es bald eng: Wachsende Investitionen in Schule, Infrastruktur, Sozialwesen und Alterspflege, stehen einem Steuerfuss gegenüber der bereits heute kaum Spielraum zulässt. Als Kleingemeinde fehlt uns die Verhandlungsmacht in diesen Themen, um Kosten zu drücken und Investitionen zu bündeln. In der Schule drohen fehlende Angebote, weil die Gemeinde weniger Spezialisierung stemmen kann. Bei der Raumentwicklung bleibt Unterentfelden Zuschauerin, während Aarau die Region prägt – ohne dass wir mitreden können. Der Zusammenhalt unserer Vereine beruht auf Freiwilligenarbeit und lokaler Verwurzelung. Allerdings können die Vereine ohne Zusammenschluss nicht von den professionellen Strukturen für Vereinsförderung und Infrastruktur von Aarau profitieren.
Ein Nein löst kein einziges dieser Probleme – es verschiebt sie nur und lässt Unterentfelden allein mit den Konsequenzen. Mit dem Zusammenschluss geben wir nicht unsere Identität auf, sondern integrieren uns politisch in die bestehenden Strukturen von Aarau – was wir gewinnen können, ist eine stärkere Stimme in einer wachsenden Region und Spielraum, um gemeinsam nachhaltige Investitionen zu tätigen.
Beat Hux, Unterentfelden